Sternenpfotes Schicksal

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Sternenpfotes Schicksal

Beitrag  Sternenlilie am Fr Dez 04, 2009 7:57 pm

Ich habe diese FF auch in dem offizielen Forum stehen,aber vielleicht wollen ja auch andere sie lesen.Erst einmal stelle ich nur den Prolog und Kapitel 1 rein:
FLUSSCLAN
Anführer: Schimmerstern (Kater mit grau schimmerndem Fell)
2. Anführerin: Seidenfell (Kätzin mit glattem, braunem Fell)
Heiler: Dunkelohr (brauner Kater mit schwarzen Ohren)

Krieger:
- Fächerschweif (weißer Kater mit dichtem Schweif; Mentor von Sternenpfote)
- Eschenpelz (dunkelbraune Kätzin mit weißen Pfoten)
- Kampftatze (schwarz-weißer Kater; Mentor von Kletterpfote)
- Säbelkralle (grauer Kater mit langen, scharfen Krallen; Mentor von Steinpfote)
- Streifenpelz (sandfarbener Kater mit braunen Streifen; Mentor von Weißpfote)
- Goldfuß (Kätzin mit gelbbraunem Fell; Mentorin von Drachenpfote)

Königinnen:
- Ringelschweif (braune Kätzin mit schwarz geringeltem Schwanz)
- Fleckengesicht (mausfarbene Kätzin mit schwarzen Flecken im Gesicht)
- Schneesturm (weiße Katze mit schwarzen Tupfen)

Älteste:
- Dreibein (schwarzer Kater mit nur drei Beinen)
- Hellgesicht (Beigefarbene Kätzin mit weißem Gesicht)
- Plattenfell (schildpattfarbene Kätzin)

Schüler:
- Weißpfote (getigerter Kater mit weißen Pfoten)
- Steinpfote (steingrauer Kater mit dunkelgrauen Flecken)
- Drachenpfote (Rotbrauner Kater mit langem Schweif)
- Kletterpfote (Sandfarbene Kätzin)
- Sternenpfote (Graue Kätzin mit schwarzem Stern auf der Stirn)

DONNERCLAN
Anführer: Tannenstern (dunkelbraun getigerter Kater)
2.Anführer: Buntschweif (gescheckter Kater)
Heiler: -Eiskralle (hellgrauer Kater mit langen Beinen)
-Eselsfell (graue Kätzin mit weißen Tupfen am Bauch)
Krieger:
- Wollpelz (schwarze Kätzin mit dichtem Fell; Mentorin von Lichtpfote)
- Jagdsturm (hell gescheckte Kätzin; Mentorin von Kohlenpfote)
- Stiefelfuß (silbern getigerter Kater mit dunkelgrauen Beinen)
- Deckenfell (schildpattfarbener Kater; Mentor von Steppenpfote)

Königinnen:
- Morgendämmerung (rot gescheckte Kätzin)
- Moosfell (braun gescheckte Kätzin mit struppigem Fell)

WINDCLAN
Anführerin: Sonnenstern (große, braungelbe Kätzin)
2.Anführerin: Silberschimmer (silberweißer Kater)
Heilerin: -Beerentatze (alte, schildpattfarbene Kätzin)
- Vliestatze (langhaariger oranger Kater mit roten Tupfen)
Krieger:
- Wasserstreif (blaugrauer Kater mit leicht gekräuseltem Fell)
- Dämmerfell (dunkelgraue Kätzin mit schwarzen Ohren)
- Fuchsschweif (schildpattfarbener Kater mit rot-weißem Schweif)
- Hagelpelz (braune Kätzin mit weißen Tupfen; Mentorin von Diamantpfote)
- Ahornblatt (Rotbrauner Kater mit dunkleren Streifen)

Königinnen:
- Rosenblatt (schlanke, weiße Kätzin)
- Jammerfell (dunkelgraue Kätzin mit schwarzen Streifen)

SCHATTENCLAN
Anführer: Zwergstern (kleiner, schwarzer Kater mit weißem Bauch)
2.Anführer:Nesselschweif (roter Kater mit buschigem Schwanz)
Heilerin: Natternpelz (Graue Kätzin mit ungewöhnlicher, dunkelgrauer Musterung)

Krieger:
- Geisterfell (großer, grauweißer Kater; Mentor von Zebrapfote)
- Fleckensturm (sandfarbene Kätzin mit schwarzen Flecken)
- Federpelz (weiße Kätzin; Mentorin von Meerespfote)
- Samenkorn (kleiner, gelb-brauner Kater; Mentor von Schilfpfote)

Königinnen:
- Hasenschweif (schwarze Kätzin mit sehr kurzem Schwanz)
- Vogelherz (rotbraune Kätzin)

KATZEN OHNE CLAN

- Mina (rotbraune Kätzin mit weißem Bauch/ ehemaliges Hauskätzchen)
- Gismo (graugestreifter Kater)
- Minzfell (grau getigerter, alter Kater/ aus dem Windclan verbannt)





PROLOG

Blitze zuckten über den Himmel und erleuchteten den Eingang zur Kinderstube. Eine Katze huschte durch das Lager und schlüpfte hindurch.
In der Kinderstube lag eine Kätzin stöhnend auf einem Nest aus trockenem Moos.
Neben ihr stand nun ein brauner Kater mit schwarzen Ohren.
Der Heiler beugte sich hinunter zu der Kätzin und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Doch sie reagierte nicht.
Der Heiler blickte durch eine Lücke im Bau in den Sternenhimmel und bat seine Kriegerahnen um Beistand.
Ein Zittern ging durch den am Boden liegenden Körper. Dann ging alles ganz schnell. Mit Hilfe des Heilers beförderte sie zwei Jungen auf die Welt, bevor sie stöhnend zusammenbrach und nur noch flach atmete.
Der Heiler gab ihr noch ein letztes Mal die Zunge, und betete, dass sie es überleben würde. Er wollte nicht wahrhaben, was er schon wusste.
Sie würde sterben.
Er leckte der Katze über die Brust um die Atmung anzuregen.
Doch es war zu spät. Es war ganz still, als sie starb. Und trotzdem konnte er jedes Geräusch überdeutlich hören.
Dann hörte er ein jammerndes Fiepen. Es waren die beiden Jungen. Er blickte hinunter. Die Jungen krochen fiepend zum Bauch ihrer toten Mutter und suchten nach Milch. Dunkelohr sah beide mit liebevollem Blick an.
Dann packte er eines der beiden Jungen am Nacken, und trug es hinüber zu Eschenpelz.
Er wusste das sie genug Milch für die beiden haben würde, da
Sie alle ihre Jungen, bis auf eines, verloren hatte.
Er leckte Eschenpelz kurz hinter den Ohren um sie zu wecken. Sie wurde langsam wach und öffnete die Augen.
Sie sah erst Dunkelohr und dann das jammernde Bündel zu seinen Füßen an. Mit einem Zucken des Schwanzes erlaubte sie ihm, das Junge zu ihrem eigenen zu legen.
Dunkelohr ging zurück um das zweite Junge zu holen. Es lag regungslos neben der toten Kätzin.
Ein lautes Heulen durchschnitt die Luft und weckte die anderen Katzen des Clans.
Dunkelohr verstummte und er wusste, dass dieses Junge nicht mehr zu retten war.

KAPITEL 1
„Alle Katzen, die alt genug sind um zu schwimmen, sollen sich zur Versammlung einfinden!“, schallte der Ruf von Schimmerstern durch das Lager des Flussclans.
Sofort kamen alle zum Hügel in der Mitte des Lagers gelaufen.
Dort stand Schimmerstern und neben ihm die zweite Anführerin
Seidenfell.
Schimmersterns Stimme schallte über die lauschenden Katzen: „Wir sind gekommen um zwei neue Schüler zu ernennen. Tretet vor!“ Aufgeregt sprangen zwei kleine Katzen vor.
Das eine Junge war eine sandfarbene Kätzin mit leuchtend gelben Augen. Die andere Kätzin war grau und hatte einen schwarzen Stern auf der Stirn.
Nun standen sie beide vor Schimmerstern und blickten aufgeregt zu ihm hoch.
Dieser blickte beide nachdenklich an. Dann blieb sein Blick an dem Stern auf der Stirn des grauen Jungen hängen.
Dann schüttelte er seinen Pelz als würde er versuchen einen Gedanken wie Wasser abzuschütteln.
Er hob die stimme und wandte sich zu dem sandfarbenen Jungen. „Im Namen des Sternenclans gebe ich dir den Namen Kletterpfote. Dein Mentor wird Kampftatze.
Kampftatze…Du hast deine Ausbildung zwar erst vor zwei Monden abgeschlossen, aber du bist ein guter Jäger und Krieger, und ich denke du bist bereit für deinen ersten Schüler.
Gib dein ganzes Geschick an diese Schülerin weiter.“ „Das werde ich“, antwortete Kampftatze.
Schimmerstern blickte zu einem weißen Kater mit dichtem Schweif. „Fächerschweif, du wirst der Mentor von Sternenpfote sein. Ich gehe davon aus, dass du sie genauso gut wie alle deine bisherigen Schüler ausbildest“, sagte Schimmerstern.
„Natürlich“, sagte Fächerschweif und nickte.
Die beiden neuen Schüler traten nun zu ihren Mentoren, und legten ihre Nasen an ihre. Dann führten die beiden Mentoren ihre
Schüler zum Bau der Schüler.
Dort angekommen, meinten Fächerschweif und Kampftatze, dass Kletterpfote und Sternenpfote bei Sonnenaufgang von ihnen erwartet werden würden.
Als die Mentoren gegangen waren, bemerkten die beiden neu ernannten Schüler eine Bewegung in der hinteren Ecke des Baus. Ein rotbrauner Kater mit sehr langem Schweif kam auf die beiden zu. „Hallo. Ich bin Drachenpfote. Gratuliere zur Ernennung.“ Sternenpfote miaute einen Gruß und musterte Drachenpfote. Er war ein kräftiger, schlanker Kater und nicht viel älter als sie. „Wer ist denn dein Mentor?“, fragte sie. Drachenpfote meinte nur: „Meine Mentorin ist Goldfuß. Ihr habt beide Glück mit euren Mentoren gehabt. Fächerschweif und Kampftatze sind vielleicht ein bisschen streng, aber sehr klug und geschickt.“
Als Kletterpfote ein gähnen nicht mehr unterdrücken konnte, meinte er: „Legt euch schlafen. Morgen ist ein anstrengender Tag.“ Kletterpfote und Sternenpfote schoben sich mit den Krallen etwas Moos zusammen und legten sich nieder.
Und sie waren sofort eingeschlafen.


Zuletzt von Sternenlilie am Fr Jan 22, 2010 7:40 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Sternenpfotes Schicksal

Beitrag  Wildschimmer am Fr Dez 04, 2009 8:02 pm

Wow.Nicht schlecht.Ich mag Sternenpfote jetzt schon.
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Re: Sternenpfotes Schicksal

Beitrag  Sternenlilie am Fr Dez 04, 2009 8:12 pm

Gut,jetzt kommt Kapitel 2 (ich stelle erst das nächste Kapitel rein,wenn jemand das davor gelesen und ein Kommi geschrieben hat):
KAPITEL 2
Am nächsten Morgen wurden sie von einem eindringlichen Miauen geweckt. Sternenpfote schlug die Augen auf.
Drachenpfote stand über ihr und miaute um sie zu wecken.
Sternenpfote streckte sich genüsslich und blickte ihn an.
Er erwiderte ihren Blick und meinte: „Ihr solltet jetzt aufstehen, außer ihr wollt schon am ersten Tag zu spät kommen.“
Sternenpfote blickte erschrocken hinaus, und sah, dass die Sonne schon hinter den Baumwipfeln zu Vorschein kam.
„Kletterpfote, wach auf!“, miaute sie zu ihrer Schwester.
Und schon eilte sie nach draußen in Richtung Kampfplatz.
Kampftatze und Fächerschweif warteten schon auf sie.
Als Fächerschweif sie bemerkte, begrüßte er sie mit einem Zucken des Schwanzes.
„Nächstes Mal solltest du dir wenigstens Zeit für deine Fellpflege nehmen“, meinte Kampftatze mit einem Schmunzeln. Sternenpfote sah an sich herunter und merkte, dass ihr Fell komplett verwuschelt war. Schnell leckte sie sich das Brustfell glatt als hinter ihr ihre Schwester auftauchte.
Kletterpfote sah um einiges besser aus als Sternenpfote. Da erhob Fächerschweif die Stimme: „Da ihr nun beide hier seid, können wir ja los. Folgt mir!“ Er drehte sich um und lief in Richtung Fluss davon. Die anderen liefen hinterher.
Sie kamen an das Ufer des Flusses und Das Wasser schäumte und spritzte hoch, als die drei Katzen näher kamen.
„Auf der anderen Seite des Flusses liegt das Territorium des Donnerclans. Prägt euch diesen Geruch gut ein. Ihr müsst ihn sofort wiedererkennen können.“, sagte Kampftatze mit ernstem Tonfall. Er hob die Nase in die Luft und schnupperte.
Sternenpfote und Kletterpfote taten es ihm gleich. Unter die verschiedenen Gerüche des Waldes, mischte sich ein zweiter, säuerlicher Geruch. Er war ziemlich frisch. Sternenpfote blickte über den Fluss, und sah am anderen Ufer zwei Augenpaare unter einem Busch aufblitzen.
Das eine Paar war von einem normalen Gelb-grün, doch das andere war kleiner und dunkelblau. Nie zuvor hatte Sternenpfote solche Augen gesehen. Sie fragte sich, welche Katze wohl solche Augen besäße. Da durchschnitt Kampftatze die entstandene Stille. „Schattenclan“, zischte er. „Auf dem Territorium des Donnerclans. Das ist nicht unser Problem. Wir müssen aber trotzdem vorsichtig sein. Wir sollten eine Patrouille an diese stelle der Grenze schicken „, meinte Fächerschweif, hob den Schwanz und sprühte seine Markierung in das Schilf. „Wenn sie klug genug sind, versuchen sie gar nicht erst, unser Territorium zu betreten.“
„Das kann ich nur für sie hoffen. Wir würden sie zu Mäusehack verarbeiten. Oder Sternenpfote?“, meinte Kletterpfote. Aber Sternenpfote bemerkte sie gar nicht.
Sie hätte zu gern gewusst, wem diese merkwürdig dunkelblauen Augen gehörten. Sie wusste nun immerhin, dass es eine Schattenclankatze war. „Sternenpfote!“, miaute Kletterpfote. Sternenpfote fuhr hoch. Ihre Schwester blickte sie neugierig an.
„Was ist denn mit dir los?“, fragte sie. Sternenpfote überlegte noch, ob sie es Kletterpfote erzählen sollte, als Kampftatze meinte: „jetzt wird es aber zeit, euch die Grenzen des Territoriums zu zeigen. Los Kletterpfote!“ er drehte sich um und lief durch das Schilf davon. Die drei anderen folgten ihm.
Zwischendurch blieben Fächerschweif oder Kampftatze stehen, und sprühten ihre Markierungen an die Grenze. Sie kamen an einen Riss im Boden, der immer breiter und tiefer wurde.
Durch diese Schlucht floss der Fluss. Aus dem Wasser ragten an manchen Stellen scharfe Felsen.
„Haltet euch am Besten von der Schlucht fern. Ihr könntet leicht ertrinken“, sagte Fächerschweif warnend. Sternenpfote prüfte die Luft und bemerkte einen neuen Geruch, der zu ihnen hinüber wehte.
Auch Fächerschweif hatte es bemerkt und sagte: „Das ist der Windclan. Er lebt auf der anderen Seite der Schlucht.“
Sie liefen weiter und kamen an einen Wasserfall. Das Wasser rauschte schäumend von den Felsen herunter.
Da fragte Sternenpfote in freudiger Erwartung: „Wann gehen wir denn schwimmen?“ „Wir haben noch genug Zeit. Hetzt euch nicht so“, meinte Kampftatze. „Wir könnten natürlich auch getrennt weiter“, überlegte Fächerschweif. Dann wandte er sich zu Sternenpfote. „wir gehen jetzt zu einer flachen stelle im Fluss und sehen, wie gut du schon schwimmen kannst. Folge mir!“
Dann lief er voraus in Richtung Fluss. Sternenpfote dicht hinter ihm. Doch plötzlich blieb Fächerschweif stehen.
Sternenpfote wäre fast in ihn hinein gerannt. Er zischte: „Versteck dich. Hier sind Donnerclankatzen.“ Sternenpfote schnupperte und bemerkte einen Geruch nach Wald und mehreren Katzen. Schnell sprang sie unter einen Busch und drückte sich flach auf den Boden. Das Gras war schon niedrig, da bald die Zeit der Blattleere kam.
Fächerschweif stand alleine da, und Sternenpfote konnte riechen, wie die Donnerclankatzen näher kamen. Dann hörte sie das Knacken eines Zweiges direkt hinter sich.
Sie wollte sich gerade umdrehen, als etwas Schwarzes direkt auf ihren Rücken sprang und ihr die Krallen ins Fell schlug. Sternenpfote wand sich um den Angreifer abzuschütteln, und schaffte es ihn von sich zu stoßen und sich auf den Rücken zu drehen, als der schwarze Kater wieder auf sie zu gerannt kam.
Mit einem Sprung versuchte er auf ihrem nun ungeschützten bauch zu landen. Sternenpfote rammte ihm ihre Pfoten in den seinen Bauch und schleuderte ihn weit von sich.
Er kam mit einem dumpfen Schlag auf dem Boden auf und blieb regungslos liegen.
Sternenpfote blickte erschrocken auf das schwarze Fellbündel. Hatte sie ihn etwa umgebracht? Sie ging näher heran und wollte gerade an ihm schnüffeln, als er mit einem Satz auf sie sprang und sie am Boden festnagelte.
„leg dich nicht mit Donnerclankatzen an“, zischte der Schwarze. Sternenpfote war starr vor Angst. Alles war erfüllt von ihrem Angstgeruch.
Der Kater aus dem Donnerclan stieg von ihr herunter und ging ein paar Schritte zurück. Die Feindlichkeit in seinen Augen hatte sich in Neugierde verwandelt. Sternenpfote stand ihm zitternd gegenüber und musterte ihn. Er war ein komplett schwarzer, muskulöser Kater. Seine gelb-orangen Augen blickten sie hypnotisierend an. Sternenpfote hörte langsam auf zu zittern und wollte gerade auf ihn zugehen, als ein wütendes Jaulen erklang. Sternenpfote rannte sofort in die Richtung, aus der das Jaulen am. Vielleicht war Fächerschweif in Gefahr.
Der fremde Kater lief neben ihr. Sie liefen bis zum Fluss, wo fünf Donnerclankatzen am Ufer standen und in die Fluten blickten.
Im Wasser kam ein weißer Kopf zu Vorschein. Es war Fächerschweif.
Er hielt sich mit kräftigen Pfotenschlägen über Wasser und schwamm flussabwärts.
Nun drehten sich die Donnerclankatzen zu den beiden Schülern um. Eine Kätzin bleckte die Zähne, als sie Sternenpfote sah und wollte schon auf sie losgehen, als der schwarze Schüler ihr den Weg versperrte. Er stellte sich vor Sternenpfote und zischte: „Lauf weg!“ Doch Sternenpfote konnte sich nicht rühren.
Erst als ein grauer Kater den fremden Schüler anfauchte: „Geh aus dem Weg, Kohlenpfote“, lief sie so schnell sie konnte davon.
Sie blickte über die Schulter zurück und sah, dass die Katzen die Verfolgung aufgenommen hatten. Sofort änderte sie die Richtung und sprang in den Fluss.
Doch an dieser Stelle war der Fluss tief und die Strömung stark.
Sternenpfote wurde immer wieder unter Wasser gedrückt und konnte kaum noch Luft schnappen.
Da spürte sie, dass jemand sie am Nackenfell packte und ans Ufer hob. Sternenpfote spuckte noch immer Wasser und lag auf dem Boden. Dann kam sie langsam wieder zu sich.
Sie sah sich suchend nach ihrem Retter um.
Ganz in der Nähe saß Kohlenpfote und schaute zu ihr hinüber. Seine Augen wirkten jetzt wie die Sonne und Sternenpfote wurde sofort warm. Dann stand sie auf und ging zu ihm hinüber. Er blickte sie verlegen an und meinte: „Du solltest nicht hier in der Nähe bleiben. Sonst finden dich die anderen aus meinem Clan.“
„Aber warum seid ihr überhaupt hier?“, fragte Sternenpfote.
„Der Schattenclan hat unser Lager eingenommen. Wir waren gezwungen zu den Sonnenfelsen zu ziehen. Aber für zwei Clans reicht die Beute in unserem Territorium nicht. Deshalb jagen wir auch auf dieser Seite des Flusses.“, antwortete Kohlenpfote.
Sternenpfote sah ihn überrascht an. Sie hatte nie daran gedacht, dass die anderen Clans nicht so viel zu essen hatten wie sie. Denn der Fluss hatte auch in der Blattleere reichlich Fische und ein Stück Wald bot ihnen zusätzliche Nahrung. Plötzlich bekam sie Mitleid mit dem Donnerclan. Aber sie konnte nichts tun. So murmelte sie nur: „Das tut mir leid.“, und verschwand im Schilf. Sie lief geradewegs ins Lager zurück und machte nicht halt, bis sie den Fluss erreichte, in dessen Mitte das Flussclanlager lag.
Sie warf sich ins Wasser und schwamm auf die Insel zu. Sie kletterte schnell an Land und schüttelte nicht einmal das Wasser aus ihrem Fell. In der Mitte des Lagers stand Fächerschweif neben Schimmerstern und berichtete ihm etwas.
Schimmersterns Schwanz zuckte ärgerlich als er die Worte des Kriegers hörte und er sprang auf den kleinen Hügel und stieß den Ruf zur Versammlung aus. Sofort kamen alle in die Mitte des Lagers und blickten erwartungsvoll zu ihrem Anführer hinauf.
„Der Donnerclan hat auf unserem Territorium gejagt. Und den Gerüchen nach sogar sehr oft. Wir müssen etwas unternehmen!“
, rief Schimmerstern. Sternenpfote erschrak. Der Clan wusste ja nicht, dass der Schattenclan nun einen Teil des Waldes beherrschte und der Donnerclan kaum beute hatte. Sternenpfote wollte gerade laut eine Erklärung miauen, als ihr einfiel, dass der Clan erst recht angreifen würde, wenn sie wüssten wie schwach der Donnerclan war. Wütendes Miauen kam aus der Menge. Seidenfell sprang vor und fauchte: „Wir müssen sie vertreiben. Sonst haben wir bald keine Beute mehr.“ Sternenpfote blickte zum Frischbeutehaufen. Er bestand hauptsächlich aus Fisch. Nur eine Spitzmaus und eine Wasserratte lagen dort zwischen den Lachsen. Sternenpfote blickte über die Menge und erblickte ihre Schwester. Kletterpfote saß neben Kampftatze und blickte mit großen Augen zu Schimmerstern. Dieser schaute nachdenklich in die Runde und meinte dann: „Ich werde morgen auf der großen Versammlung mit Tannenstern reden.“
Dann drehte er sich um und ging zurück in seinen Bau. Auch Sternenpfote wurde müde. Mit steifen Pfoten schleppte sich zu ihrem Nest und ließ sich hinein plumpsen.
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